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Im Garten Eden
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit
 

Das Südostanatolien-Projekt (GAP) ist das größte und vielseitigste Entwicklungsprojekt der Türkei und eines der größten weltweit. Es umfasst außer den Bereichen Energie und Bewässerung auch die für Fremdenverkehr, Industrie, Erziehung, Bergbau, Gesundheit, Erdöl, Verkehr und Kommunikation und damit in hohem Ausmaß wirtschaftliche und soziale Belange. Der Projektbereich beinhaltet die Provinzen Gazi Antep, Sanli Urfa, Adiyaman, Diyarbakir, Mardin, Siirt, Batman und Sirnak im biblischen Mesopotamien, wo einst der Garten Eden lag, also zwischen den Unterläufen der Flüsse Euphrat und Tigris.




Von Adiyaman, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, und Kahta aus hat man eine gute Ausgangsbasis um auf den Nemrut im gleichnamigen Nationalpark zu gelangen. Auf dem 2150 m ü.M. liegenden Gipfelplateau befindet sich die gewaltige Kult- und Grabstätte. Es gilt als eine technische Meisterleistung, die sich König Antiochus I. von Kommagene im ersten Jh. v.Chr. errichten ließ.
 

Auf der sich um den Grabtumulus windenden Terrasse, stehen Kolossalstatuen von Apollo, Herakles, Tyche und Antiochus, die leider im Verlauf der Zeit ziemlich gelitten haben und deren Häupter beschädigt und abgebrochen sind.

Diyarbakir, das alte Amida, beherbergte im Verlauf seiner über fünftausend-jährigen Geschichte an die 26 verschiedenen Kulturen. Die Stadt erstreckt sich auf einem Basaltplateau in Tigrisnähe,

Die Altstadt ist von einer dreifachen Basaltmauer umgeben, was ihr ein geradezu drohendes Aussehen verleiht, Die Mauer mit 16 Türmen und fünf Toren ist 5500 m lang, mit Inschriften und Reliefs versehen und ein hervorragendes Beispiel mittelalterlicher Verteidigungsarchitektur.

Aus der Ferne gesehen scheinen die Steinhäuser von Mardin mit dem Felsgestein, auf dem sie gebaut sind, zu verschmelzen. Die Stadt ist architektonisch betrachtet eine Schatztruhe. Die Fassaden und Fensterumrandungen der Häuser sind reichlich verziert. Sehenswürdige Bauwerke in Mardin sind die Ulu-Moschee, erbaut 1186 unter Artukenherrscher Kutbeddin Ilgaz; die Kasim Pascha-Medresse (15. Jh.) mit ihren herausragenden Steinmetzarbeiten, die Isa Bey Medresse (14. Jh.) mit ihrem prachtvollen Eingangsportal.

Vom Dach der Medresse aus genießt man eine überwältigende Aussicht auf die Ebene von Mesopotamien. Östlich von Mardin liegt das Kloster Deyrulzaferan der syrischen Jakobiner, einer damals blühenden Religionsgemeinschaft.

Sürt war zur Zeit des Abassiden-Kalifats eine bedeutende Stadt. In Aydmlar (Tillo), 6 km nordöstlich von Sürt, steht ein Baukomplex, der die private Sternwarte und die Gruften des Wissenschaftlers, Astronomen und Schriftstellers ("Marifetname") Ibrahim Hakki (18, Jh.) und die Gruft seines Lehrmeisters Ismail Fakirullah umfasst.

Im Kreis Baykan an der Kreuzung Sürt - Diyarbakir - Bitlis steht das Grabmal des Ehrenwerten Veysel Karani, der ein Vertrauter des Propheten Mohammed war und im Aserbaidschan-Feldzug der Araber den Heldentod starb.
 





Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus - überarbeitet und ergänzt von: Peter Kaiser
Fotos: Achim Pisternick


 

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