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Überwältigende Landschaften
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit


 


Trabzon (Trapezunt) ist die größte Stadt in der Schwarzmeerregion und wurde im 7. Jh. v.Chr. von Siedlern aus Milet gegründet, Nach der Besetzung von Istanbul im Jahre 1204 durch die Kreuzritter floh die Königsfamilie der Komnenen nach Trabzon, wo sie bis zur Einahme der Stadt durch die Osmanen im Jahre 1461 regierte. Ein Juwel unter Trabzons Baudenkmälern ist das heutige “Ayasofya“-Museum, eine restaurierte byzantinische Kirche aus dem 13. Jh., die unter den Osmanen als Moschee diente und deren Innenwände mit den schönsten Beispielen byzantinischer Freskenmalerei geschmückt sind.

Der Altindere-Nationalpark bildet einen würdigen Rahmen für das Sumela-Kloster, das in 270 m Höhe in eine steile Felswand eingehauen ist. Die Wände des Klosters, der Kirche, der Mönchszellen u.s.w. waren über und über mit Fresken verziert. Südöstlich von Trabzon liegt das beliebte Poster- und Postkartenmotiv, der Uzungöl See. Inmitten weiter Wiesen und Felder ist es ein ideales Gebiet zum Zelten, Wandern und Angeln.

Rize erstreckt sich an den Abhängen der Schwarzmeerberge inmitten von Teeplantagen, die von weitem wie flauschige Kissen aussehen. Sehenswert ist die Islam Pascha-Moschee aus dem 16. Jh. Der Ziraat-Park bietet Gelegenheit zu einem weiten Rundblick über die Stadt und ihre Umgebung. Landeinwärts in den Bergen liegt das Dorf Camlihemqin an einem Wildbach. In der Nähe erstreckt sich das Flusstal des Firtina (Sturm) mit der Burg Zil und byzantinischen Steinbrücken.

Das Gebiet ist reich an Thermalquellen, an denen man sich entspannen kann. Bergsteiger beginnen meistens hier mit ihrem Aufstieg zu den Gipfeln der Kaickar-Berge. Die Bergkette wurde zum Kackar Daglan - Nationalpark erklärt.

Richtung Artvin liegt der Karagöl, ein traumhafter Bergsee inmitten dichter Wälder. Die Straße nach Artvin führt über den Cankurtaran-Pass durch eine nackte Felslandschaft. Das Hatilla-Tal im gleichnamigen Nationalpark mit seinen steilwandigen Canyons und seinem Mikroklima, das neben der Schwarzmeerflora auch die des Mittelmeers gedeihen lässt, ist ein kleines Naturwunder.

Über eine serpentinenreiche Straße erreicht man Artvin, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Burgruinen aus dem 16. Jh. krönen einen felsigen Ausläufer eingangs der Stadt. Artvin ist eine ansprechende Stadt mit vielen alten Häusern im regionalen Baustil. Im Mittelalter stand das Gebiet unter georgischer Herrschaft. Malerische Straßen führen zu Kirchen und Klöstern, dem Vermächtnis jener Zeit. Gut erhaltene georgische Sakralbauten stehen in Barhall, Ishan, Hamamli, Dörtkilise, Köprügören und Tekkale. Bei Ardanuq, der ehemaligen georgischen Hauptstadt, erhebt sich an dem längsten Canyon des Gebiets eine große Burg.

Östlich von Artvin liegt das Bergdorf Savsat mit seinen malerischen Holzhäusern, umgeben von weiten, von eiligen Wildbächen durchzogene Wiesen und Weiden. Die Einheimischen versuchen, die traditionelle Kunst der Teppichknüpferei und Kelimweberei lebendig zu erhalten. Den Karagöl und Sahara-Nationalpark bilden die Sahara­Hochebene und ein weiterer Karagöl-Bergsee.
 





Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus - überarbeitet und ergänzt von: Peter Kaiser
Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus und Peter Kaiser


 

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