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Eine
türkisblaue Welt
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit
Das Handels-, Industrie- und
Fremdenverkehrszentrum Bursa, in der gleichnamigen Provinz, gehört zu den
bedeutenden Städten des Landes. Bursa wurde unter Orhan Ghasi, dem Sohn des
Osman Ghasi, 1324 erobert und war die erste Hauptstadt des osmanischen
Reiches. All die prachtvollen Moscheen, Karawansereien, Basare und
Türkischen Bäder aus jener Zeit können heute noch bewundert werden und
erfüllen zum Teil noch ihren ursprünglichen Zwecken und Funktionen.
Bursa war eine Station auf den
Karawanenwegen von Ost nach West und umgekehrt. Der Stadt wurde vom
Europarat eine Ehrenmedaille für Umweltschutz und Denkmalspflege verliehen.
Im Stadtteil Cekirge befinden sich
hervorragende Thermalhotels und türkische Bäder mit Thermalwasser, die allen
möglichen Leiden gut tun. Das Kervanserai Thermalbad ist mit über 600 Jahren
eines der ältesten und bekanntesten Thermalbäder in der Türkei.
Eine Autostunde von Bursa entfernt liegt
im Nationalpark Uludag der gleichnamige Wintersportort, der bekannteste der
Türkei. Nicaea, das heutige Iznik, an der Ostspitze des gleichnamigen Sees
wurde 316 v.Chr. von Antigonos, einem der Heerführer Alexanders des Großen
eingenommen, gegründet und danach von Lysimachos, einem anderen
alexandrinischen Heerführer. Er benannte die Stadt nach seiner Frau.
Iznik gehörte zum antiken Königreich
Bithynien, wurde 128 v.CR. von den Römern erobert und spielte sowohl unter
den Römern als später auch unter den Byzantinern eine bedeutende Rolle. Im
Jahr 1078 fiel sie den Seldschuken zu und 1331 wurde sie ins osmanische
Reich eingegliedert.
Das sehenswerte Theater wurde unter Trajan
erbaut. Am Ufer des Iznik-Sees sieht man die Überreste des römischen
Senatsgebäudes, in dem 325 das I. Ökumenische Konzil stattfand. In der
Stadtmitte steht die Sophienkirche - Ayasofya, dem Ort späterer Konzile.
Eines der bedeutendsten war das Konzil von 745 über die Ikonoklastik, die
Rolle der Ikonen in der Anbetung.
Das Baptisterium der Kirche ist
überkuppelt. Unter osmanischer Herrschaft wurde die Ayasofya zur
Orhan-Moschee. Weitere sehenswerte Gebäude sind die Nilüfer Hatun -
Armenküche und die Yesil-Moschee.
Im Museum sind die Funde aus Ausgrabungen
in der näheren Umgebung und der Stadt ausgestellt. Iznik war im 16. und 17.
Jahrhundert ein bedeutendes Keramik-Zentrum, in dem die beim Bau von
Moscheen und Palästen viel verwendeten Kacheln hergestellt wurden.
Die Provinz Bilecik liegt in dem
fruchtbaren Sakarya-Flusstal. In dem Altstadtquartier der gleichnamigen
Provinzhauptstadt steht die Gruft mit von Scheich Edebali, der bei der
Gründung des osmanischen Reiches eine wesentliche Rolle gespielt hat und zu
dessen Gedenken alljährlich im September eine Gedenkfeier veranstaltet wird,
die verbunden ist mit vielen kulturellen Darbietungen.
"Sögüt agaci" wird der Weidenbaum im
Türkischen genannt und wegen der vielen Weiden, die die Stadt Sögüt umgeben,
heißt sie ebenfalls so. Sögüt ist einen Besuch wert, An diesem Ort ließ sich
der Stamm der Kayi-Türken nieder. Die Grabstätte ihres Anführers Ertugrul
Ghasi befindet sich ebenfalls hier. Alljährlich im September findet eine
Gedenkfeier zu seinen Ehren statt.
Sehenswert sind ferner das ethnologische
Museum mit Exponaten aus der türkischen Geschichte und die lebensgroßen
Büsten geschichtlich bedeutender Türken.
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