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Die sieben Kirchen der Apokalypse
Türkei - Heimat des Glaubens und die Wiege der Menschheit
 

Die Sieben Kirchen, hervorgegangen aus bekannten Gemeinden in großen anatolischen Städten, sind im Neuen Testament in der Apokalypse des Evangelisten Johannes erwähnt und spielten bei der Expansion des Christentums westlich des Heiligen Landes eine bedeutsame Rolle.

 1. IZMIR - das ehemalige Smyrna, die "Perle der Ägais", liegt an der aus der Vogelperspektive betrachtet einer Häkelspitze gleichenden ägäischen Küste. Es war hier, "im Lande des ewigen Frühlings und der Harmonie", wo der Samen zur westlichen Zivilisation gelegt wurde. Homer ist in Bayrakli, dem frühesten Siedlungsteil und heutigen Stadtteil von Izmir, geboren. Das Fundament unter der heutigen Kirche St. Polycarp ist der "Anker" der Sieben Kirchen.

2. BERGAMA - das einstige Pergamon, war ein blühendes Kultur- und Wissenschaftszentrum und behauptet heute seinen Platz als eine der edelsten archäologischen Stätten der Türkei. Die Rote Basilika in der Stadt, ein ehemaliger Serapistempel, gehört zu den ältesten Kirchenüberresten der Stadt.

3. AKHISAR - hieß in der Antike Thyatira und liegt inmitten von Weinbergen. Die Kirche erhielt den Namen der Stadt.

 

4. SART - war als Sardes die Hauptstadt von Lydien und eine der wichtigsten Städte ihrer Zeit, deren architektonische Hinterlassenschaft noch heute ihre einstige Bedeutung widerspiegelt. Dazu gehören der Artemis-Tempel, der später in eine der Sieben Kirchen umgewandelt wurde, die Münzprägeanstalt, ein Goldverarbeitungszentrum, ein Gymnaseion, Ladenreihen und eine große Synagoge, deren älteste Bauelemente aus dem 4,Jh, v.d.Zw. stammen.

5. ALASEHIR - bekannt als Philadelphia, die Stadt der Brüderlichen Liebe, symbolisiert die Humanität und Toleranz der alten und der modernen Völkerschaften Anatoliens. St. Johannes sagt nur Gutes über diesen Ort und seine Bewohner. Im heutigen Be§ Eylül-Viertel stehen die Überreste einer byzanthinischen Basilika.

6. ESKIHISAR - das antike Laodicaea, liegt in der Nähe des bekannten Thermalortes Pamukkale (Hierapolis). Die Ruinen der Stadt liegen auf den umliegenden Hügeln. Es waren die Laodicäer, zu denen St. Johannes die Worte sprach: "Fürchtet Euch nicht, ich bin es, der an der Tür steht und klopft!"

7. EFES - Ephesos gehört zu den größten und bekanntesten Fremdenverkehrsorten der Türkei. Viele der prachtvollen Bauten aus der Blütezeit der Stadt stehen noch heute. Der Schutzgöttin der Stadt, Artemis, geweihte Tempel war eines der Sieben Weltwunder der Alten Welt. Wie berichtet wird, brachte St. Johannes die Mutter Maria nach der Kreuzigung ihres Sohnes nach Ephesos, wo sie in einem kleinen Steinhaus auf dem Bülbüldag (Nachtigallenberg, Koressos) ihren Lebensabend verbrachte, Das "Meryem Ana Evi" (Haus der Mutter Maria) wurde als ein Ort der Wallfahrt vom Vatikan für heilig erklärt, aber auch viele Moslems verrichten hier ein Gebet. Jedes Jahr am 15. August wird im Namen der Mutter Maria ein Gedenkgottesdienst veranstaltet. Das III. ökumenische Konzil fand in der Marienkirche in Ephesos im Jahre 431 statt. In Selcuk bei Ephesos steht die St. Johannes-Basilika über, wie man glaubt, dem Grab des Heiligen. Daneben erhebt sich die Isa Bey- Moschee (13. Jh.)

 





Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus - überarbeitet und ergänzt von: Peter Kaiser
Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus und Peter Kaiser


 

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